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Unvermögen des natürlichen Menschen in geistlichen Dingen

Prof. Franz Pieper

Die Lehre von dem gänzlichen Unvermögen des natürlichen Menschen in geistlichen Dingen in ihrer Wichtigkeit für das christliche Leben.

Die folgenden Thesen zeigen, worum es in diesem Vortrag geht. 
Vollständig kannst du den Beitrag hier lesen. 

Thesis I.
Es ist in Gottes Wort klar gelehrt und in unserem lutherischen Bekenntniß deutlich bezeugt, daß der Mensch in geistlichen Dingen(1)) aus eigener Kraft weder etwas Gutes thun,(2)) noch etwas Böses unterlassen könne,(3)) wodurch er zu seiner Bekehrung und Erlangung der Seligkeit(4)) mitwirke oder auch nur Gott veranlasse, ihn zu bekehren und selig zu machen.
1) Anders steht es in Bezug auf die sogenannten natürlichen Dinge. Röm. 1,19. F. 2, 14-16. Apost. 17, 18. ff. – Concordienb. (Müller) 593, 19 f. 596, 31 f. 601, 53. 606, 74.
2) 1 Cor. 2,14. Eph. 5,8. 2c. – 590, 9. 10. 2c. – Eph. 2, 1. 5. 2c. – 590, 10. 11. 593, 20 f. 594, 24. (Verstand und Wille gänzlich unvermögend.)
3) 1 Cor. 2,14. 2c. – 590, 9. – Röm. 8, 7. 2c. – 524, 3. 589, 7. 592, 18. 594, 24. 599, 46. 602, 59. 2c. (Verstand und Wille feindlich.)
4) Phil. 2, 13. Röm. 7, 22. Ff. 2c. – 603, 63 ff. 596, 34 f. 597, 39. 608, 85. 607, 77.

Thesis II.
Demnach ist die Bekehrung ganz(1)) Gottes Werk und dem Menschen auch nicht die Kraft zuzuschreiben, daß er das sogenannte muthwillige Widerstreben gegen die innere Bekehrungsgnade aus natürlichen Kräften unterlassen könne(2))
1) 594, 25. 609, 87. 89. 2c.
2) Vbl. Die I. 3. Aus Schrift und Bekenntniß angeführten Stellen. Ferner: 2 Cor. 3,5. Phil. 1,29. 2,13. Apost. 16,14. – 607, 77 (“begegnen”). 608, 85. 596, 33. 525, 11.

Thesis III.
Nur bei dieser Lehre bleibt fest stehen, daß Gott aus Gnaden rechtfertige und selig mache. Und nur so wird Gott alle Ehre im Werk unserer Seligmachung gegeben.
Römer 3,24. 4,2-5.16. Eph. 2,8. 9. Römer 3,27. 1 Cor. 4,7. 2c. – 524, 6. 598, 43. 104, 89. 2c.

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Thesis IV.
Nur bei dieser Lehre kann ein Christ der Gnade Gottes und der Erlangung der Seligkeit gewiß sein.
Römer 4, 14-16. Römer 8,37. Ff. – 221, 84 f. 724, 90. 591, 13. 601, 55. 56.

Thesis V.
Nur bei dieser Lehre wird ein Christ tüchtig, gute Werke zu thun.
Ps. 119,.32. 110, 3. Gal. 3,2. Joh. 15, 5. 2c. – 595, 29. 596, 34. 35. 606, 63. 626, 9 ff. 46, 27 ff.

Thesis VI.
Daher müssen wir an dieser Lehre von dem gänzlichen Unvermögen des Menschen in geistlichen Dingen festhalten, trotz der mancherlei Einspr uche, welche die menschliche Vernunft gegen dieselbe erhebt.
2 Cor. 10, 5. – 589, 8. 310, 3.