Die Heilige Schrift

kann dich unterweisen zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus

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Psalm 118 – Luthers Auslegung

Luthers Auslegung des 118. Psalms von 1530
(in den Tagen 13. bis 26. Juni 1530 auf der Veste Coburg)

Das schöne „Confitemini“… d.h. „“Lob“ = Gotteslob

1 Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

Das Gotteslob der Propheten beginnt mit der höchsten Wohltat, die Gott uns erwiesen hat: Christus und das Reich seiner Gnade, dieser Welt verheißen und offenbart.

Gott tut uns immer das Beste an Leib und Seele.

Aber wer dankt es ihm? und wer versteht diesen Vers?

Damit kann man sich trösten in schweren Zeiten: Gering ist das Übel gegen die unzähligen Wohltaten Gottes! Gott lässt uns Übel erfahren, um uns das bewusst zu machen.

2 Es sage nun Israel: Seine Güte währet ewiglich.

Israel“ steht für das weltliche Regiment, für die Untertanen und letztlich für den Frieden im Land.

Wie kostbar diese Gaben Gottes sind, erkennt man, wenn statt Friede Aufruhr und Krieg herrscht. Gott erhält den Frieden „mit Gewalt“, obwohl um der bösen Art der Obrigkeit und der Untertanen eigentlich Unfriede herrschen müsste.

3 Es sage nun das Haus Aaron: Seine Güte währet ewiglich.

Das „Haus Aaron“ steht für die geistliche Obrigkeit, denn Aaron war der Hohepriester.

4 Es sagen nun, die den HERRN fürchten: Seine Güte währet ewiglich.

Die den HERRn fürchten“ sind die auserwählten Kinder Gottes. Sie setzen sich zusammen aus den vorher Genannten: Obrigkeit, Untertanen, Prediger, Lehrer.

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