Heilsgewissheit

Heilsgewissheit


Kann ein Gläubiger der Vergebung seiner Sünden und seiner Seligkeit gewiss sein?
Ja, er soll und kann es, weil Gottes Zusage gewiss ist.

Bibelsprüche:
2. Tim. 1, 12. Ich weiß, an welchen ich glaube, und bin gewiss, dass er kann mir meine Beilage
1 bewahren bis an jenen Tag.
1was mir beigelegt ist (= die ewige Seligkeit)

Röm. 8, 38. 39. Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentum noch Gewalt, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo JEsu ist, unserm HErrn.

 

Auch so mancher, der schon lange an Christus glaubt, der Christi Opfer im Glauben annimmt und durch diesen Glauben ein Kind Gottes ist, wird beunruhigt, wenn er diesen Bibelvers hört: „Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi…“ (2.Kor. 5,10).

Er fragt sich: Werde ich da bestehen? Er beurteilt sein Leben und sieht eine große Menge an Sünden. Da beginnt er zu zweifeln und fürchtet sich vor dem Jüngsten Gericht. Zwar vertraut er auf Jesus und hat im Katechismus gelernt, dass der Mensch Gott recht wird ohne, dass er eine genügend große Anzahl guter Werke verrichtet – allein durch den Glauben an den Heiland.

Aber er ist sich nicht sicher, ob Gott ihn nicht um der vielen Sünden willen doch noch ablehnen wird.

Der bereits genannte Vers heißt vollständig: „Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit ein jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse“ (2.Kor. 5,10).

Und Christus lehrt, dass am Jüngsten Tag alle aus den Gräbern hervorgehen werden „die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Übels getan haben, zur Auferstehung des Gerichts“ (Joh. 5,28.29)

Wie müssen wir das alles sehen und beurteilen? Fragen wir, wie ein sündiger Mensch überhaupt selig werden kann, so antwortet uns die Heilige Schrift: „Glaube an den HERRn Jesus, so wirst du selig“ (Apg. 16,31).

Das steht fest! Daran gibt es nichts zu rütteln!

Diese eine große trostvolle Wahrheit ist der Schlüssel zum Verstehen aller anderen Aussagen der Bibel – auch der vorhin zitierten Verse!

Der Mensch wird Gott recht „ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben“ (Röm. 3,28), nämlich durch den Glauben an den, der für ihn das vollgültige Opfer gebracht und ihn so mit Gott versöhnt hat – allein durch den Glauben an Jesus, den Sohn Gottes.

Denn Gottes Wort spricht: „Er ist die Versöhnung für unsere Sünde, nicht allein aber für die unsere, sondern auch für die der ganzen Welt“ (1.Joh. 2,2).

Das Sühnegeld, durch das Christus alle Sünder mit Gott versöhnt hat, ist sein „teures Blut“ (1.Petr. 1,19); und „das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde“ (1.Joh. 1,7).

Dies lässt Gott in aller Welt verkündigen und fordert dann auf: Glaube du nun an HERRn Jesus! Nimm du sein Opfer im Glauben an! Lass du dich versöhnen mit Gott! (2.Kor. 5,20).

Wenn nun Christus das vollgültige Opfer gebracht hat und du dir durch Gottes Gnade den vertrauenden Glauben schenken lässt und du dieses Opfer im Glauben annimmst, dann ist alles gut!

Dann nämlich spricht Gott über dich: „Es gibt keine Verurteilung für die, die in Christus Jesus sind“ (Röm. 8,1) und du kannst getrost mitsprechen: „Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren HERRn Jesus Christus“ (Röm. 5,1).

Nun verstehst du auch den Vers: „Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit ein jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse“ (2.Kor. 5,10).

Ja, wir müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, d.h. vor ihm erscheinen – aber dann stehen wir doch vor unserem Heiland und HERRn. Von ihm droht uns keine Gefahr! Und für das Böse in unserem Leben, für die Menge an Sünden, hat er genug getan, hat sie gesühnt. Darum sind sie vergeben und vergessen! Nachdem dir deine Sünde vergeben und du mit Gott versöhnt bist, sieht Gott nichts mehr an dir, was der Verdammnis wert wäre; er sieht an dir nur noch das Gute, das du im Glauben getan hast.

Dieses Gute macht dich nicht selig! Selig wirst du allein aus Gnade! Die anderen werden verdammt, weil das Böse auf ihnen bleibt. Es bleibt, weil sie den Heiland nicht wollen, nicht an ihn glauben und sich damit selbst von der Versöhnung mit Gott ausschließen.

Höre noch einmal die Worte Jesu von der Auferstehung: „…die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Übels getan haben, zur Auferstehung des Gerichts“ (Joh. 5,28.29).

Das heißt: Nur diejenigen, auf denen die ganze Sündenschuld geblieben ist, werden auferstehen zum Gericht; denn von den Gläubigen sagt Jesus, sie würden auferstehen „zur Auferstehung des Lebens“.

Lass dir das nun noch durch diese abschließenden Worte Jesu bestätigen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen“ (Joh. 5,24).